Archiv

Posts Tagged ‘Schweden’

Südschweden – Mit dem Rennrad durch Smaland

09/07/2010 2 Kommentare

Nach der Übernachtung in der schnuckeligen Fischerlodge sind wir 9 Uhr heute mal richtig zeitig aufgebrochen. Tatsächlich bereits unsere letzte Tagestour, die wir mit knapp 150 Kilometern nochmal richtig ausgekostet haben. Diese führte uns durch Smaland, welches ausschließlich aus Wald, unzähligen Seen und endlosen, kaum befahrenen Landstraßen besteht; mit Menschen ist da nicht viel (leider auch mit Elchen, ich hab so langsam den Eindruck, dass diese ganze Elch-Geschichte eine schwedische Wandersage ist). An stolzen 24 Seen sind wir vorbei gekommen. Hier mal die Eckpfeiler-Seen: Helgasjön, Inraren, Övrasjö, Örken, Madkroken, Norrsjön, Änghultasjön, Klockesjön, Kallsjön, Övingen, Allgunnen, Värmen und Langen. Vorhin hatte mich die Vermieterin gefragt, wo wir denn langefahren seien … so spontan fiel mir doch tatsächlich kein einziger Name ein. Einprägsam ist was anderes, liebe Schweden!
Das Foto des Tages ist am Madkroken entstanden. Mit Selbstauslöser. Ursprünglich wollte ich wie ein junger Gott über die Steine schweben, bin bereits beim zweiten Stein in den See abgerutscht, hab mir den großen Zeh blutig gestoßen, aber trotzdem mit einer selbstlosen mentalen wie auch physischen Kraftanstrengung den Sprung neben meinen Bruder geschafft und sogar noch ein schmerzverzerrtes Lächeln auflegen können. Klick!

Advertisements

Südschweden – Övralid, Store Mosse, Aby

08/07/2010 2 Kommentare

Während ‘schland gestern Abend im WM-Halbfinale sang- und klanglos untergegangen ist, haben Jens und ich wohl als einzige Deutsche einen richtig schönen Abend gehabt. Bis dahin hatten wir gerade mal 60 Kilometer auf dem Display und sind deswegen noch in die Gegend nördlich von Motala geradelt. Highlight war der knackige Anstieg zum Aussichtspunkt Övralid und natürlich die Aussicht selbst. Das war schlichtweg traumhaft. Der Blick auf den See bei Abendstimmung gewürzt mit ein paar angenehm blökenden Schafen. Hiervon auch das Foto (nur ohne Schaf, dafür mit mir – um Fragen vorzubeugen).
Heute haben wir Motala verlassen und sind zur nächsten Station ins Smaland weitergetourt. Auf dem Weg haben wir im Nationalpark Store Mosse eine kleine Wanderung gemacht und so einige Mücken und Bremsen (Bremer) bespaßt. Hier befindet sich das einzige Hochmoor Südschwedens und der Vogelsee Kövsjö. Mit den vielgeworbenen Kranichen und Singschwänen kamen wir leider nicht in Kontakt.
Aktueller Aufenthaltsort ist unsere gemütliche Fischerlodge auf einem Zeltplatz bei Aby in der Nähe der Stadt Växjö. Deren Name setzt sich aus „väg“ (Weg) und „sjö“ (See) zusammen, was die Umgebung hier ganz gut beschreibt. Na gut, „Wald“ fehlt noch. Viel Wald, Unmengen an Seen und laut Vermieterin endlose, wenig befahrene Landstraßen sowie 250 000 Elche. Stolz hat sie uns vorhin getrocknetes Elch-Kacka auf den Tisch gelegt. Bin gespannt auf Morgen!

[hier geht’s zur Strecke]

Südschweden – Mit dem Rennrad auf der Insel Visingsö

07/07/2010 5 Kommentare

In den Tag gestartet bin ich beim Frühstück mit der Frage, welche Seite des Knäckebrots man denn eigentlich korrekterweise bestreicht. Die eher flache Seite oder die mit den vielen Knubbeln nach innen (da bleibt mehr hängen und z.B. Honig fließt nicht gleich davon). Hoffentlich kann ich die Frage noch während des Urlaubs klären.
Heutiges Ziel war die Insel Visingsö – diese liegt so ziemlich zentral im südlichen Vätternsee und ist per Fähre von Gränna aus zu erreichen. Die Räder haben wir natürlich mitgenommen und damit die Insel erkundet. Die ist länglich und ca. 20 km lang. Der Norden touristisch gut erschlossen mit tollen Seeblicken. Die Nas im Süden sehen wohl die wenigsten, obwohl dort auch eine sehr lohnenswerte Uferstelle zu einer ausführlichen Pause einlädt. Und optisch auch zum Baden… da hat sich auch Jens verkaspern lassen, denn das Wasser wird dort um die 17 Grad warm gewesen sein. Nix wars!
Wieder auf dem Festland sind wir noch eine Runde oberhalb von Gränna geradelt, um uns das Ganze mal von oben anzugucken. Gränna ist für schwedische Verhältnisse das reinste Moloch – sogar mit Souvenirshops und richtig vielen Touristen. Von der alten Burgruine aus (ebenfalls oberhalb Grännas) hatten wir den bisher tollsten Blick auf See und Insel. Konnten wir mit den Finger nochmal nachzeigen, wo wir den Tag über langgetourt sind.
In einer Stunde geht das ‘schland-Halbfinale los – ich werde davon wohl wenig mitbekommen. Allgemein ist in Schweden nichts von der WM zu spüren. Richtig eigenartig wenn man bedenkt, dass zu Hause das ganze Land aus dem Häuschen ist. Ich drück von hier aus die Daumen! Wir brechen gleich noch zu einer Abendtour auf und werden das Gebiet nördlich von Motala erkunden. Die abendliche Stimmung am See genießen …

[hier geht’s zur Strecke]

Südschweden – Mit dem Rennrad am Göta-Kanal

06/07/2010 5 Kommentare

Der Schlaf der Gerechten hat zugeschlagen! Jens war schon 2 Stunden wach, als ich gg. halb 10 munter wurde. 10 Stunden geschlafen – herrlich! Wieder an dem Holztischchen vor unserer Hütte gefrühstückt. Heute bei nur 23 Grad mit weiterhin viel Sonne. Wieder super Radfahrwetter.
Heute sind wir am Göta-Kanal langgeradelt. Dieser fließt vom Vätternsee bei Motala weiter gen Osten durch eine Vielzahl weiterer Seen. Immer wieder stößt man auf Schleusen und Hubbrücken, die neugierige Zuschauer um sich scharen. Ist aber auch interessant! Perfekte Orte für Pausen. Für diese Tour wären allerdings Crossräder sinnvoller gewesen, da man mit denen auch die Wege direkt am Kanal fahren kann. Mit dem Rennrad muss man doch bisweilen ein wenig weiter abseits radeln. Wie auch immer – die Tour hat trotzdem gefetzt!
Was hier auffällt, ist das Faible der Schweden für amerikanische Straßenkreuzer. Je größer und schlittiger, desto besser. Alte Caddies sind an der Tagesordnung. Aber auch bei den modernen Wagen sind viele Ami-Dickschiffe dabei. Passen auch gut ins Bild: Volvo und Saab sind ja zumeist auch ordentliche Kaliber.
Wichtige Info: ich vermeine, einen Elch gehört zu haben. Ohne zu wissen, wie die eigentlich klingen …

[hier geht’s zur Strecke]

Südschweden – Radtour am Vätternsee

05/07/2010 2 Kommentare

Es ist ausnehmend lange hell hier. Gestern kurz vor 12 ins Bett gegangen und wirklich dunkel war es nicht. Heute zunächst den Lidl unsicher gemacht, um uns für die nächsten Tage zu versorgen. Knäckebrot gibt’s hier nur in der Monster-Familienpackung.
Nach dem Frühstück am sonnigen Freisitz wurde gehörig geradelt. Ziel: von Motala aus immer weiter südlich den Vätternsee entlang hangeln – möglichst ufernah. Und das ging, bis auf wenige Teilstücke, richtig gut. Zumindest nach der ersten Tour denke ich, bietet Schweden für Rennradler eine Menge. Tolle Nebenstraßen mit wenig Verkehr (die Schweden scheinen sowieso sehr ausgeglichene Autofahrer zu sein), vom leicht hügeligen Gelände bis zum steilen Anstieg ist alles dabei, sehr abwechslungsreiche Landschaften, überall die niedlichen rötlichen Schweden-Häuser und schicke Ortschaften mit allerlei Sehenswürdigkeiten. Und die schönsten Pausen macht man (hier zumindest) am Ufer des Vätternsees (geschätzte 23 Grad). Die ersten 120-Kilometer-Tour liegt hinter uns – hoffentlich wird gleich die Gemeinschaftsküche frei, damit wir Pasta kochen können.

[hier geht’s zur Strecke]

Mit dem Rennrad in Südschweden

04/07/2010 3 Kommentare

Es ist 22:30 Uhr und der Tag mit den meisten Reisekilometern liegt bereits hinter uns. Kurz vor 6 in Stralsund gestartet, Rügen durchquert und bei Sassnitz auf die Fähre. Mit dieser 4h nach Trelleborg geschippert. Schöner Platz halb überdacht. Kaffee und Muffin als Frühstück und zu Beginn tolle Ausblicke auf die Rügener Kreidefelsen. Gute 5h Autofahrt waren dann noch nötig, um in Motala, am Ostufer des riesigen Vätternsees, anzukommen.

Die Unterkunft ist klein, aber ausreichend. Eine Hütte für 3 Mieter, d.h. 3 kleine Zimmer und ein Gemeinschaftsraum und -küche. Passt! Gerade haben wir die ersten 20 Radkilometer gesammelt – bisschen die Umgebung erkundet und zum zweiten Mal heute bei McDonalds gegessen (wenn man schonmal in Schweden is(s)t …). Keine fünf Minuten von hier ist ein traumhafter Sandstrand. Das Wasser ist recht lau. Bin jetzt ziemlich platt. War eine ganz schöne Hitzefahrt. Der erste Elch lässt noch auf sich warten, trotz einiger Warnschilder am Straßenrand…

[hier geht’s zur Strecke]

Hier noch das Bild des Tages: Thomas am Göta-Kanal.

Kategorien:Urlaub Südschweden 2010 Schlagwörter: ,